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Öffungszeiten an den Feiertagen

03.12.2018

Am Heilgabend ist unsere Praxis im Rahmen einer Notfallsprechstunde von 8 bis 9:30 geöffnet.

Um telefonische Voranmeldung wird gebeten!

Am 25. und 26.12.2018 ist die Praxis geschlossen.

Am 31.12.2018 ist die Praxis von 9 bis 10 Uhr für Notfälle dienstbereit.

Um telefonische Voranmeldung wird gebeten!

Am 1. Januar 2019 ist die Praxis geschlossen.

Zwischen den Feiertagen erreichen Sie uns zu den gewohnen Sprechzeiten.

In dringenden Notfällen erreichen Sie den tierärztlichen Notdienst folgender Tierkliniken:

TK Hochmoor 02863-20990

TK Ahlen 02382-766700

Das Team der Kleintierpraxis Dr. Severin wünscht allen eine schöne Weihnachtszeit und ein glückliches 2019!

Terminsprechstunde

11.10.2017

Unsere Praxis ist Montags bis Freitags von 8 bis 12 und von 15 bis 18.30 Uhr besetzt. Damit wir Ihrem Anliegen entsprechend Zeit einplanen und Wartezeiten so kurz wie möglich halten können, vereinbaren Sie bitte einen Termin.

Bitte beachten Sie, dass Notfälle auch ohne Termin jederzeit Vorrang haben!

Atemnotsyndrom der kurznasigen Hunde

11.10.2017

Das Brachyzephale Atemwegssyndrom (BAS): Auswege aus der Atemnot

Kurznasige Hunderassen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Mit den runden Köpfen, den großen Augen und ihrer platten Nase sehen sie niedlich aus, sind aber durch ständige Atemnot gesundheitlich stark beeinträchtigt!

Wie kommt es zur Atemnot?

Die Atemnot der Kurznasen ist das Ergebnis eines vererbten Defektes bei der Knochenentwicklung des Schädels. Der Schädel ist zwar normal breit, aber stark verkürzt. Da die Weichteile nicht in gleichem Maße reduziert sind, kommt es zu einem Überschuss an Weichteilgewebe, das die Atemwege verlegt. Das Resultat ist eine Atemnot durch die Erhöhung des Widerstandes für den Luftstrom. Ein Beispiel hierfür ist das zu lange Gaumensegel, das beim Einatmen wie ein Fremdkörper in die Öffnung des Kehlkopfes hineingesogen wird. Das häufige Vorliegen stark eingeengter Nasenlöcher, die sich beim Einatmen nicht weiten können, verhindert eine Atmung über die Nase.


Welche Symptome zeigt mein Hund?

  • ständiges Hecheln
  • zurückgezogene Maulwinkel ("Lächeln")
  • exszessive Atemgeräusche
  • Unruhe
  • reduzierte Belastungs- und Stresstoleranz
  • Atemnot
  • Kollaps mit epilepsie-ähnlichen Krämpfen als Folge einer schlechten Sauerstoffversorgung
  • Erhöhung der Körpertemperatur durch mangelhafte Kühlung infolge Atemnot
  • Erstickungstod

Welche Rassen sind besonders betroffen?

  • Englische Bulldogge
  • Französische Bulldogge
  • Boston Terrier
  • Mops
  • Pekingese
  • Boxer
  • Lhasa Apso
  • Shi Tzu
  • Shar Pei

Was können Sie tun?

Achten sie beim Kauf eines solchen Hundes darauf, dass er keines der oben genannten Symptome zeigt! Äußerlich müssen echte und bewegliche Nasenlöcher zu sehen sein, die sich beim Einatmen weiten. Züchter erklären potentiellen Käufern unter Berufung auf sogenannte "Rassestandards", der Hund sei trotz sicht- und hörbarer Atemnot völlig gesund. Das ist falsch! Das BAS ist wissenschaftlich als Erkrankung anerkannt und beeinträchtigt die Lebensqualität dieser Hunde erheblich!

Was kann der Tierarzt tun?

Bei Hunden, die unter dem BAS leiden, führt der Ausweg aus der Atemnot über die Chirurgie. Die notwendigen Eingriffe richten sich nach der Schwere der Erkrankung und den betroffenen Abschnitten der oberen Atemwege. Alle Eingriffe haben zum Ziel, den betroffenen Patienten eine weitestgehend normale Atmung zu ermöglichen und somit die Lebensqualität zu verbessern. Eine möglichst frühe Korrektur ist empfehlenswert, um massive, nicht behandelbare sekundäre Schäden wie Kehlkopf-und Luftröhrenkollaps zu vermeiden.

In der Kleintierpraxis Dr. Severin gehören die Operationen zur Korrektur verengter Atemwege zum chirurgischen Standard und werden regelmäßig durchgeführt. Dabei sind die Weitung der Nasenlöcher und die Kürzung sowie das Ausdünnen des zu langen Gaumensegels ein wichtiger Bestandteil, um betroffenen Hunden ein befreites Atmen zu ermöglichen. Diese Eingriffe werden grundsätzlich in monitorüberwachter Intubationsnarkose durchgeführt.

Bei allen Fragen rund um das Thema Brachyzephales Atemwegssyndrom stehen wir Ihnen als Partner gerne zur Verfügung!

Gibt es eine "Zwingerhusten-Impfung"?

09.10.2017

Hunde werden in unserer Praxis oftmals mit starkem Husten vorgestellt. Die Besitzer berichten dann von trockenem Husten, der so stark sein kann, dass ihr Hund würgt oder gar erbricht. Die Fachsprache bezeichnet das als "Infektiöse Tracheobronchitis", laiensprachlich hat sich die Bezeichnung "Zwingerhusten" durchgesetzt. In einfachen Fällen sind die Hunde noch bei gutem Allgemeinbefinden. Bei schwereren Verlaufsformen kommt es dann zu Fieber, feuchtem Husten und auch Anzeichen einer Lungenentzündung.

Kann man gegen Zwingerhusten impfen?

Die Antwort ist ein klares Nein! An der Entstehung eines Zwingerhustens können viele unterschiedliche Viren beteiligt sein: canines Parainfluenzavirus, canines Adenovirus Typ 2, canines Influenzavirus, canine Reoviren, canines Herpesvirus und canine Coronaviren. Diese Viren schädigen die lokale Abwehr der Atemwege. Es kommt dann häufig zu Komplikationen durch bakterielle Sekundärinfektionen mit Bordetellen, Streptokokken und Mycoplasmen. Bordetellen können allerdings auch als primäre Erreger verantwortlich für die Entstehung einer infektiösen Tracheobronchitis sein.

Die verfügbaren "Zwingerhusten-Impfstoffe" immunisieren den Hund nur gegen zwei der vielen, oben genannten Erreger:

1. Parainfluenzavirus: ist in der jährlichen Impfung enthalten

2. Bordetella bronchiseptica: es ist ein Impfstoff in Form von Nasentropfen verfügbar, der bis zu einem Jahr Schutz bietet.

Mit diesen Impfungen sind die wichtigsten Erreger der infektiösen Tracheobronchitis abgedeckt. Interessanterweise bietet die Impfung gegen die ansteckende Leberentzündung (canines Adenovirus 1) einen Schutz gegen Infektionen mit dem caninen Adenovirus Typ 2, weil zwischen diesen beiden Viren eine Kreuzprotektivität besteht.

Wenn Ihr Hund nun trotzdem Anzeichen eines "Zwingerhustens" zeigt, so heißt das nicht, dass die Impfungen versagt haben, sondern vielmehr, dass einer oder mehrere derjenigen Erreger zugeschlagen haben, gegen die es keinen Impfstoff gibt.

Sprechen Sie uns gerne an, wir beraten Sie gern rund um das Thema Zwingerhusten!

 

 

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